20. April - 23. Juni 2013

THERE'S NO PLACE LIKE HOME

mit Eric Baudelaire, Nanna Debois Buhl, Jean-Pascal Flavien, Theresa Himmer, Maria Loboda, Benjamin Tiven, Jeronimo Voss, Christoph Westermeier

 

Zu Benjamin Tivens online-Projekt "The SUITCASE System".

 

Eröffnung Fr, 19. April 2013, 18:30 Uhr
Ausstellungsort Rothenburg 30, 48143 Münster
Öffnungszeiten Di-So von 11:00-19:00 Uhr, außerdem Pfingstmontag, 20. Mai von 11:00-19:00 Uhr
Eintritt 4,- / ermäßigt 2,- / Mitglieder frei
Künstlergespräche/ Vorträge: hier

Filmprogrammhier

 

 

Im April dieses Jahres wird der Westfälische Kunstverein seine Ausstellungsräume im Neubau des Landesmuseums beziehen und damit an seinen angestammten Platz im Zentrum Münsters zurückkehren. Nach vier Jahren des Nomadendaseins mit einem Programm an verschiedenen, ungewöhnlichen Orten in der Stadt steht der Kunstverein nun vor der Herausforderung seinen neuen, alten Platz wieder als eine feste Heimat zu etablieren. Die erste Ausstellung in diesen neuen Räumen soll dieser einzigartigen Situation des Kunstvereins Rechnung tragen und untersuchen, was es heißt, sich einen Ort zu Eigen zu machen und als Heimat zu begreifen.


„There’s no place like home“ spielt auf die räumliche Verfasstheit des menschlichen Daseins an und untersucht, als erste Ausstellung in den neuen Räumen des Westfälischen Kunstvereins nach seinem vierjährigen Nomadentum, was es heißt, sich einen Ort zu Eigen zu machen. Wir sind stets bestimmt von unserem Bezug zum Raum – dieses Verhältnis ist nicht ausschließlich materiell oder geografisch, formt jedoch immer einen Teil unserer Identität. Eine Auswahl internationaler Künstler und Künstlerinnen präsentiert eine kritische Bestandsaufnahme der verschiedenartigen Relationen zwischen Mensch und Raum und hinterfragt die Aktualität und den Nutzen von Konzepten wie Zuhause oder Heimat. Können Konzepte wie diese, die uns ursprünglich fest mit einem Ort verbanden, heutzutage noch produktiv genutzt werden? Wie kann eine individuelle Verortung in der Welt jenseits dieser Modelle geschehen?

 

Eine Auswahl internationaler Künstler und Künstlerinnen unterzieht das Konzept Heimat einer kritischen Bestandsaufnahme, hinterfragt dessen Zeitmäßigkeit und spekuliert über die verschiedenartigen Relationen zwischen Mensch und Raum.

 


Künstlerliste

 

Eric Baudelaire (*1973, F/US)
Nanna Debois Buhl (*1975, DK)
Jean-Pascal Flavien (*1971, F)
Theresa Himmer (*1976, DK)
Maria Loboda (*1979, DE)
Benjamin Tiven (*1978, US)
Jeronimo Voss (*1981, DE)
Christoph Westermeier (*1984, DE)

 

 

 

Künstlergespräche

 

HOME MAKING

 

Der zeitlichen Dimension der Beziehung zwischen Mensch und Raum wird Rechnung getragen durch den sukzessiven Aufbau der ersten Ausstellung. An drei Tagen in der Woche vor der feierlichen Eröffnung am 19. April 2013 wird sich jeweils eine neue Arbeit in das Gesamtbild der Ausstellung einfügen und im Rahmen eines Künstlergesprächs einen bestimmten Aspekt des Ausstellungskonzepts aufgreifen und erfahrbar machen. Diese Prozessualität soll die schrittweise Inbesitznahme der neuen Räume des Kunstvereins visualisieren und befördern. Die Architektur und Wirkung der neuen Räume wird sich an diesen drei Tagen stets verändern und dem Publikum somit täglich einen neuen Blick auf diesen noch fremden Ort ermöglichen. Zugleich bieten die Veranstaltungen eine Plattform zum offenen und kritischen Dialog mit internationalen Künstlern und Künstlerinnen über die Aktualität und Produktivität von Denkfiguren wie Zuhause oder Heimat bzw. die Notwendigkeit der Etablierung neuer Konzepte.

 

Dienstag, 16. April um 19 Uhr
breathing house, sequences or phrases
Künstlergespräch mit Jean-Pascal Flavien
(in englischer Sprache)
Jean-Pascal Flavien (*1971, F) begreift Wohnen als eine kreative Tätigkeit und untersucht in seinen Architektur- und Möbeldesigns das semantische Potential von Einrichtungsgegenständen.


Mittwoch, 17. April um 16 Uhr
Forever Heimatlos
Künstlergespräch mit Jeronimo Voss
Jeronimo Voss (*1981, DE) spricht über seine Installation und das Prinzip Heimatlosigkeit.


Donnerstag, 18. April um 19 Uhr
Double Itinerary
Künstlergespräch mit Nanna Debois Buhl und Theresa Himmer
(in englischer Sprache)
Nanna Debois Buhl (*1975, DK) hat eine ortsspezifische Arbeit für Münster entwickelt und wird die Perspektive der Flaneuse, dem weiblichen Pendant Walter Benjamins Flaneurs , präsentieren. Wie unterschiedlich sich Menschen an ein und denselben Ort erinnern, wie sie diesen Ort damit selbst erschaffen, zeigt Theresa Himmers (*1976, DK) Videoinstallation auf.

 

Eintritt frei

 

 

 

Filmreihe

 

FAR FROM HOMES

Kuratiert von Eric Baudelaire

 

In Kooperation mit dem Filmclub Münster lädt der Westfälische Kunstverein zu einer begleitenden Filmreihe ins Schloßtheater ein, die der französische Künstler Eric Baudelaire kuratiert hat. Sein Film „The Anabasis of May and Fusako Shigenobu, Masao Adachi and 27 years without images“ (2011) wird am 21. April den Auftakt hierzu darstellen. Unter dem Titel „Far from Homes“ päsentiert Baudelaire’s Reihe drei weitere Filme, die mit unterschiedlichen Strategien und Intentionen das Konzept von nur einem Zuhause in Frage stellen.

 

Sonntag, 21. April um 17 Uhr

Eric Baudelaire

"The Anabasis of May and Fusako Shigenobu,
Masao Adachi and 27 years without images",
2011, 66 min., Super8 und HD video

(englische OF)

Im Anschluss Künstlergespräch mit Eric Baudelaire
(in englischer Sprache)

 

Mittwoch, 24. April um 18 Uhr

Chris Marker

"One Day in the Life of Andrei Arsenevich"
2000, 55 min. (engl. Fassung)

 

Mittwoch, 1. Mai um 18 Uhr

Robert Kramer

"Walk the Walk"
2004, 114 min. (frz. OmdtU)

 

Sonntag, 5. Mai um 17 Uhr

Michelangelo Antonioni

"The Passenger"
1975, 121 min. (engl. OmdtU)

 

Alle Filmvorführungen finden im Schloßtheater, Melcherstraße 81 in Münster statt.

Weitere Informationen zum Filmprogramm: hier

 

 

Vorträge

 

Mittwoch, 8. Mai 2013 um 19 Uhr

Benjamin Tiven

„Paper Softens the Stone“

Ein Künstlergespräch zur Architekturgeschichte von Denkmälern im öffentlichen Raum sowie eine Vorstellung Tivens Arbeit „The SUITCASE System“ (2013) für die Webseite des Westfälischen Kunstvereins. Die Arbeit „The SUITCASE System“ finden Sie >hier<.

 

 

Donnerstag, 23. Mai 2013 um 19 Uhr

Raphael Smarzoch

„Home Sweet Home“

Netzwerke des Häuslichen

Eine assoziative Spurensuche im Haushalt von Musik und Horrorfilm.

 

 

Donnerstag, 13. Juni 2013 um 19 Uhr

Eva Meyer

„Heimsuchung“

Eine feministische Perspektive auf die traditionell männliche geprägte Lesart vom Zuhause als Ort der Ruhe und Freizeit

 

 

 

Führungen

 

Kuratorenführung
mit Kristina Scepanski
Freitag, 26. April um 15 Uhr
Donnerstag, 16. Mai um 18 Uhr
Sonntag, 23. Juni um 13 Uhr

 

 

Abb.
Christoph Westermeier,
Das schielende Archiv, 2013,
Westfälischer Kunstverein,

Installationsansicht,

Courtesy Galerie May Meyer, Düsseldorf

Foto: Thorsten Arendt