RADAR: Israel Aten

 

„BLAST VALIANT“

8. Oktober - 20. November 2016

EröffnungFreitag, 7. Oktober 2016 um 20:30 Uhr, Einlass ab 
19 Uhr
(parallel zur Eröffnung von Julia Gruner)
AusstellungsortGalerie der Gegenwart
Zugang über den Westfälischen Kunstverein, Rothenburg 30,
48143 Münster
ÖffnungszeitenDienstag-Sonntag von 11-19 Uhr
Eintrittfrei

In der fünften Ausstellung der Reihe RADAR präsentieren das LWL-Museum für Kunst und Kultur und der Westfälische Kunstverein den Düsseldorfer Künstler Israel Aten. Für den in Kooperation genutzten Raum zwischen den beiden Institutionen hat Aten neue Werke geschaffen, die er in einer solchen Hängung präsentiert, dass die Arbeiten interagieren und eine Rauminstallation ergeben. Israel Aten arbeitet hauptsächlich im Medium Malerei, dabei ist seine Arbeitsweise intuitiv. Zugleich geht er dabei jedoch von Themen aus, die ihn umgeben, im Alltag begegnen oder ihn persönlich beschäftigen. In der Ausstellung „BLAST VALIANT“, zu Deutsch etwa „verdammt tapfer“, setzt er sich mit dem modernen Bild des Helden auseinander. Die heutigen Helden generieren sich nicht mehr aus mythologischen Themen und Sagen, sondern sie sind Athleten oder Protagonisten in Graphic Novels, Videospielen und Filmen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein monumentales Gemälde, welches beinahe die gesamte Rückwand der Galerie der Gegenwart einnimmt. Obwohl abstrakt gehalten, erinnern orange-roten Linien auf dunklem Hintergrund an die Begrenzungslinien eines Tennisplatzes oder Spielfeldes. Im Kontext des Sports interessieren Aten vor allem die Rituale, die aus den Regeln und Konventionen vor und während des sportlichen Wettkampfes entstehen. Diese ähneln zuweilen religiösen Riten. Der Künstler setzt sich in seinen Arbeiten mit den unterschiedlichen Facetten des Sports auseinander: Sport als Performance, als Ritual oder als Unterhaltung der Massen. Momente, die sich besonders beim American Football beobachten lassen. Darauf nimmt er in dem Gemälde „Black Quarterback“ Bezug, das skizzenhaft dargestellte Figuren zeigt, die an zwei Footballspieler erinnern. Gleichzeitig thematisiert er Wettkampf und Spiel als Teil des gesellschaftlichen Lebens auch außerhalb des Sportplatzes. So ist in der Ausstellung neben zwei Gemälden auch eine Videoinstallation zu sehen, die den Künstler selbst zeigt (Kamera/Schnitt: Anna Kindermann). Ähnlich wie in einem Computerspiel taucht hier Israel Aten selbst als vermeintlicher Held mit Batmanmaske, geöltem Körper und nur mit Shorts und Boxerschuhen bekleidet auf. Der Blick der Kamera, die den Akteur bei seinem Feldzug durch ein leeres Gebäude begleitet, entspricht dabei dem eingeschränkten Sichtfeld des Gamers.

Israel Aten (*1986, Detroit, Michigan, USA) lebt und arbeitet in Düsseldorf. 

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Jenni Henke und Marijke Lukowicz.

 

 

 

Abb.: Israel Aten „Black Quarterback“, 2015 | Edding, Schmutz und Ölkreide auf Leinwand

 

 

 

Eine Kooperation des LWL-Museums für Kunst und Kultur und des Westfälischen Kunstvereins in der Galerie der Gegenwart

 

Seit vergangenem Herbst zeigen das LWL-Museum für Kunst und Kultur und der Westfälische Kunstverein in Kooperation aktuelle Positionen jüngerer noch weitgehend wenig bekannter Künstlerinnen und Künstler in der Galerie der Gegenwart. Die gemeinsame Ausstellungsreihe läuft unter dem Titel RADAR.

Der Name der Ausstellungsreihe RADAR verweist auf die Beobachtung anregender Kunstproduktionen. Die ausgestellten Werke geben Einblicke in ein aktuelles Arbeits- oder Interessensfeld, ohne die Entwicklung eines Gesamtwerks bereits ins Blickfeld zu rücken. Damit sind das Experimentieren, Scheitern und Erproben wichtige Aspekte des kooperativen Konzepts zwischen dem LWL-Museum für Kunst und Kultur und dem Westfälischen Kunstverein. Mit RADAR vermittelt die Galerie der Gegenwart erstmals räumlich, konzeptuell und inhaltlich zwischen den beiden Institutionen. Während der Laufzeit der Ausstellungen ist der Raum über den Kunstverein begehbar. Die Galerie wird somit nicht nur als Schaufenster genutzt, sondern kann sowohl von innen als auch von außen betrachtet werden. Der Eintritt ist frei.  


Mit Unterstützung von


Veranstaltungen

Eröffnung (parallel zu der Ausstellungseröffnung von Julia Gruner)
Freitag, 7. Oktober um 20:30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr

Kunstpause
Donnerstag, 20. Oktober um 12:30  Uhr

Künstlergespräch (in deutscher und englischer Sprache)
Mittwoch, 2. November um 19 Uhr 

Kennerblick
Freitag, 11. November um  19 Uhr

Langer Freitag
Geöffnet bis 22 Uhr
14. Oktober
11. November

> Fotogalerie