Pointing to the center

21. Oktober - 24. Oktober 2010

Agnieszka Chojnacka, Artur Chrzanowski, Ania Orlikowska, Wojciech Pus und Józef Robakowski

PresseterminMittwoch, 20. Oktober, 12 Uhr
EröffnungDonnerstag, 21. Oktober, 19.30 Uhr
AusstellungsortSchaufenster der Handwerkskammer, Bismarckallee 1, 48151 Münster
ÖffnungszeitenFr-So von 18-21 Uhr
Eintritt4 € / ermäßigt 2 € / Mitglieder frei

Die Ausstellung „Pointing to the Center” im Westfälischen Kunstverein präsentiert Videoarbeiten von fünf Künstlern aus Łódz in Polen: Agnieszka Chojnacka, Artur Chrzanowski, Ania Orlikowska, Wojciech Pus und Józef Robakowski. Die ausgewählten Arbeiten beschäftigen sich mit der Abhängigkeit des Zentrums von der jeweiligen Perspektive.
 
Das Ausstellungsformat bezieht sich auf das „Fenster“ als Motiv der Kunstgeschichte. So ist die am Fenster stehende Rückenfigur, von der man nicht weiß ob sie den eigenen Gedanken nachhängt oder die Aussicht genießt, u.a. ein wiederkehrendes Motiv in den Gemälden von Caspar David Friedrich und ist zu einem Symbol der Romantik geworden. In dieser Ausstellung berufen sich die Künstler wiederum auf ein anderes „Fenster“ der Kunstgeschichte – dem Fenster im 9. Stock eines Hochhauses in der „Manhattan Siedlung“ der polnischen Stadt Łódz. Von dort aus filmte der neoavantgardistische Künstler Józef Robakowski mehr als 20 Jahren lang, von 1978 bis zum 1999, sowohl die Geschichten seiner Nachbarn, als auch die politischen Verwandlungen seiner Heimatstadt. An der Grenze von öffentlichem und privatem Raum entstand ein faszinierendes Dokument der Transformation.
 
Die Werke der jüngsten polnischen Künstlergeneration erzählen in der Ausstellung „Pointing to the Center“ erneut von den Verwandlungen  ihres heutigen Alltages. Gleichzeitig verwandeln sie den Ausstellungsraum der Handwerskammer am Aasee, der für dieses Projekt temporär bespielt wird, in ein ganz eigenes „Schaufenster“ und schaffen dort eine offene Ausstellungssituation. Der Raum selber wird zum Fenster, gewährt aber gleichzeitig auch den Blick nach draußen in die Stadt, ein Wechsel der Perspektiven wird so nachvollziehbar: Öffentlichem und Privatem, Wohnung und Galerie, Fensterausblick nach Osten und nach Westen, Traum und Wirklichkeit, Geographie und Kommunikation, sowie zwischen den beiden Städten Łódź und Münster.
 
Das Projekt findet im Vorfeld zur Ausstellung „Der diskrete Charme des blinden Flecks“ (November 2010 – Februar 2011) statt.

Das Projekt „Pointing to the Center“ wurde im Rahmen des Programms „Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa“ der Robert Bosch Stiftung konzipiert und gefördert. (www.moe-kulturmanager.de)
Kuratorin: Marta Skłodowska, Stipendiatin der Robert Bosch Stiftung im Westfälischer Kunstverein.

 
Partner: Polnisches Institut Düsseldorf.
Mit freundlicher Unterstützung von
LWL-Kulturstiftung, Instytut Adama Mickiewicza, Handwerkskammer Münster.

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