Jahresgaben 2017

Tom Burr, Lena Dues, Hreinn Friðfinnsson, Virginia Overton, Sany (Samuel Nyholm), Nora Schultz, Thomas Schütte, Michael Smith, Zin Taylor, Jessica Twitchell, Benjamin de Burca/ Bárbara Wagner

11. November 2017 – 14. Januar 2018

EröffnungFreitag, 10. November 2017 um 
19 Uhr
AusstellungsortWestfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster
ÖffnungszeitenDienstag-Sonntag von 11-19 Uhr
Eintrittfrei

 

In diesem Jahr ergänzt der Westfälische Kunstverein seine Jahresgabenausstellung mit Beiträgen von einigen ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern, die an den aktuellen Skulptur Projekten beteiligt waren. Zudem wird das künstlerische Großereignis des Sommers zum Anlass genommen, auch weitere Jahresgaben aus dem Archiv zu zeigen, die 2007 von den damaligen TeilnehmerInnen der Skulptur Projekte entwickelt worden sind. Hierzu zählen: Martin Boyce, Jeremy Deller, Tue Greenfort, Marko Lehanka, Andreas Siekmann, Silke Wagner, Mark Wallinger und Annette Wehrmann.

 

Den Katalog der Jahresgaben 2017 als Download (pdf) finden Sie hier

 

Abb.: Lena Dues, "Alaun", 2017; Risographie und phosphoreszierender Siebdruck auf Papier; 29,7 x 42 cm; Auflage 5 (+2 AP); signiert, nummeriert, datiert; Foto: LWL/Sabine Ahlbrand-Dornseif


Gewinner Nam June Paik Award National 2016

Tamaki Watanabe und Walter Zurborg

Mit spielerischer Lust an überraschenden Verwandlungen von Dingen, mit absurden Kombinationen von Materialien und Motiven, aber auch mit feinem Gespür für Orte entwickeln Tamaki Watanabe und Walter Zurborg in ihren gemeinsamen künstlerischen Projekten komplexe Installationen. Am Beginn des Arbeitsprozesses stehen meist gefundene Objekte und Materialien, welche von anderen entweder als banal übersehen oder längst als unbrauchbar abgetan wurden. Die beiden Künstler sind Finder und Erfinder im besten Sinne. Und wie alle guten Erfinder, die etwas Neues erschaffen, bauen sie auf einem reichen Wissensschatz auf. Da ist die dadaistische Assemblage zu nennen, die aus scheinbar wertlosen Alltagsdingen neue Bildwelten entstehen ließ. Dazu gehören auch die Kinetik und die Klangkunst der 1960er Jahre, als sich der klassische Werkbegriff auflöste und erweiterte. Vor allem aber lebt in ihren Installationen der wunderbare Humor von Fluxus weiter.

Text: Thomas Niemeyer