Nam June Paik Award 2018 – Internationaler Medienkunstpreis der Kunststiftung NRW

Andreas Angelidakis, Melanie Bonajo, Antoine Catala, Hanne Lippard, Sondra Perry

10. November 2018–3. Februar 2019

EröffnungEröffnung: Freitag, 9. November 2018 
(Eintritt frei)
AusstellungsortWestfälischer Kunstverein, Rothenburg 30, 48143 Münster
ÖffnungszeitenDienstag-Sonntag von 11-19 Uhr
Eintritt4 € / ermäßigt 2 € / Mitglieder frei

 

Die Kunststiftung NRW vergibt 2018 zum neunten Mal den Nam June Paik Award. Der biennal ausgelobte Wettbewerb erfolgt jeweils in Kooperation mit einer Kunstinstitution in Nordrhein-Westfalen. Der Westfälische Kunstverein in Münster ist der Projektpartner für die kommende Ausgabe des Preises und wird im November die Ausstellung der Shortlist-KandidatInnen ausrichten.

Im Westfälischen Kunstverein werden vom 10. November 2018 bis zum 3. Februar 2019 Werke der fünf nominierten KünstlerInnen zu sehen sein. Mit dem Nam June Paik Award sollen Kunstwerke ausgezeichnet werden, die im Sinne des Pioniers Nam June Paik Wagnisse eingehen, kulturelle Grenzen überbrücken und transdisziplinär ausgerichtet sind.

Zu den Nominierten zählen

Andreas Angelidakis (*1968, GR, lebt in Athen)
Melanie Bonajo (*1978, NL, lebt in Amsterdam)
Antoine Catala (*1975, F, lebt in New York)
Hanne Lippard (*1984, GB, Nationalität NO, lebt in Berlin) 
Sondra Perry (*1986, US, lebt in New York)

Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW zeigt sich begeistert von der Vielfalt der künstlerischen Herangehensweisen der Nominierten: „Uns ist es immer auch ein Anliegen, mit dem Nam June Paik Award den aktuellen Status Quo der zeitgenössischen Medienkunst aufzuzeigen und damit ihre gesellschaftliche Relevanz zu unterstreichen – gerade in Zeiten einer immer weiter fortschreitenden Verquickung von digitalen und physisch-realen Lebenswelten.“

Andreas Angelidakis vollzieht in seinen Arbeiten eine Art Medienarchäologie, wenn er den antiken Philosophen Diogenes und antike Gefäße mit darauf abgebildeten Zeichnungen und Geschichten in eine Analogie zu unserem heutigen Mediengebrauch setzt. Melanie Bonajo setzt in ihren Videoinstallationen unserer hochtechnologisierten Alltagswelt die Natur und deren Potentiale entgegen – mal geht es um existenzielle Erfahrungen, mal um die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Antoine Catala bedient sich in seinen kinetischen oder pneumatischen Objekten gerade dieser innovativen Technologie, um dann aber ganz basale menschliche Empfindungen zu thematisieren. Hanne Lippard erarbeitet Performances und Rauminstallationen, die sich durch ihre feine Subtilität und Präzision auszeichnen und mit Stimme, Sound und poetisch-eleganten Texten wirken. Sondra Perry entwickelt Videos und Videoskulpturen, die oftmals eine physische Aktivität des/r Betrachters/in voraussetzen und somit den Fokus wieder auf den Körper, sein Potenzial und seine Unzulänglichkeiten lenkt, wo dieser doch schon fast überflüssig wirkt in unserer immer digitaler werdenden Umwelt.

Der Nam June Paik Award ist mit 25.000 Euro dotiert und wird am 9. November vor Ort in Münster durch eine internationale Jury vergeben.

 

 

 

Eine Kooperation zwischen der Kunststiftung NRW und dem Westfälischen Kunstverein