RADAR: Heiko Schäfer

 

 

„Die Arbeit in und an Aufmachungen“

 

9. März – 12. Mai 2019

Eröffnung

Freitag, 8. März 2019 um 19 Uhr
(parallel zur Eröffnung von Nel Aerts „Haus der Wanderer“)

AusstellungsortGalerie der Gegenwart
Zugang über den Westfälischen Kunstverein, Rothenburg 30,
48143 Münster
ÖffnungszeitenDienstag-Sonntag von 11-19 Uhr
Eintrittfrei

Im Rahmen von RADAR präsentiert Heiko Schäfer (*1983) erstmals seine neue Fotografie-Serie „Die Arbeit in und an Aufmachungen“, für die er über Monate hinweg in zwei Bandwebereien in Wuppertal recherchiert und fotografiert hat – dem „Little Manchester“, wie die erste Industriestadt Kontinentaleuropas um 1850 in einer Enzyklopädie beschrieben wurde. 

Wir sehen in den gerahmten Silbergelatine-Abzügen an der Wand sowie in den zahlreichen Abbildungen der Publikation auf dem Tisch im Ausstellungsraum Arbeiterinnen in der sogenannten „Aufmachung“, was in der Produktionskette der Textilindustrie die Abteilung nach der Weberei bezeichnet. Hier werden die gewebten Bänder per Warenschau kontrolliert (Blick/Fühlen), gerollt und eventuell geschnitten. Schäfer dokumentiert diese verschiedenen Handgriffe präzise, meist aus einer erhöhten Perspektive. Aber auch die Interaktionen der Arbeiterinnen werden zum Untersuchungsgegenstand. Der Fokus der Serie liegt auf dem Verhältnis von Arbeiterin : Maschine : Material, sowie der Struktur des Arbeits- und Produktionsprozesses. Die „Arbeit“ (und Mehrarbeit) ist ein wiederkehrendes Element nicht nur in den Titeln von Schäfers Werken, sondern auch inhaltlich, wenn der Künstler den fotografischen Produktionsprozess parallel zum industriellen Produktionsprozess ablaufen lässt.  

 

 

Heiko Schäfer studierte bis 2017 bei Christopher Williams an der Kunstakademie Düsseldorf.

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Jenni Henke und Kristina Scepanski (Westfälischer Kunstverein).

 

 

Installationsansicht Galerie der Gegenwart: Thorsten Arendt

 

 

 

 

Eine Kooperation des LWL-Museums für Kunst und Kultur und des Westfälischen Kunstvereins in der Galerie der Gegenwart

 

Seit 2015 zeigen das LWL-Museum für Kunst und Kultur und der Westfälische Kunstverein in Kooperation aktuelle Positionen jüngerer noch weitgehend wenig bekannter Künstlerinnen und Künstler in der Galerie der Gegenwart. Die gemeinsame Ausstellungsreihe läuft unter dem Titel RADAR.

Der Name der Ausstellungsreihe RADAR verweist auf die Beobachtung anregender Kunstproduktionen. Die ausgestellten Werke geben Einblicke in ein aktuelles Arbeits- oder Interessensfeld, ohne die Entwicklung eines Gesamtwerks bereits ins Blickfeld zu rücken. Damit sind das Experimentieren, Scheitern und Erproben wichtige Aspekte des kooperativen Konzepts zwischen dem LWL-Museum für Kunst und Kultur und dem Westfälischen Kunstverein. Mit RADAR vermittelt die Galerie der Gegenwart erstmals räumlich, konzeptuell und inhaltlich zwischen den beiden Institutionen. Während der Laufzeit der Ausstellungen ist der Raum über den Kunstverein begehbar. Die Galerie wird somit nicht nur als Schaufenster genutzt, sondern kann sowohl von innen als auch von außen betrachtet werden. Der Eintritt ist frei.  



Künstlergespräch


Heiko Schäfer im Gespräch mit den Kuratorinnen Jenni Henke und Kristina Scepanski

Donnerstag, 28. März 2019 um 18 Uhr