Westfälische Küche

Ein Kultursalon des Westfälischen Kunstvereins

In der „Westfälischen Küche“ lädt eine Gruppe junger Vereinsmitglieder in loser Folge zu informellen Gesprächen über zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktion ein. Kurze Impulsvorträge und Präsentationen von drei Gästen bilden dabei den Ausgangspunkt für gemeinsame Gespräche, Austausch und Diskussionen in der „Küche“. Dieses geschieht jedoch nicht in einer typischen Vortragssituation sondern aus der Menge heraus. Es gibt kein Podium; alle sitzen auf simplen Hockern lose im Raum verteilt – die Redner mitten unter den Besuchern. Dazu gibt es – wie es sich für eine Küche gehört – ein paar Getränke und eine Kleinigkeit zu essen.

 

„Gesellschaftsspiele“

Donnerstag, 12. April 2018 um 19 Uhr, Eintritt frei


Mit den Gästen:

dorisdean (Performance-Kompanie)
René Haustein und Mathias Spaan (KEiNSPiEL)
Wolfgang Hölker (Verleger)

In der bereits achten Ausgabe der Westfälischen Küche geht es um die spielerische und künstlerische Auseinandersetzung mit sozialrelevanten Themen. Der Idee des Gesellschaftsspiels als „Zeitvertreib zum Zweck des Vergnügens“ wird durch die Gäste Rechnung getragen. Welchen Zweck haben Spiele und warum kitzelt der Spieltrieb einen jeden von uns? Das Spiel kann Menschen zusammen- oder auch aufs bitterste gegeneinander aufbringen.

dorisdean
dorisdean ist eine freie Performance-Kompanie aus NRW. Seit 2011 erarbeitet dorisdean Performances zu Fragen des menschlichen Zusammenlebens, der Kommunikation und des Unbehagens. Dabei gilt die Aufmerksamkeit stets dem Defekt, dem Unperfekten im und am Menschen. Untersucht werden Ängste, Spannungen, Fragen nach Normalität und Grundsätze gesellschaftlicher Zusammenhänge. Die Gruppe erschafft Wahrnehmungsverschiebungen bei den ZuschauerInnen und stellt sich selbst dabei zur Diskussion. Mittels interdisziplinärer Verfahren aus Musik, Tanz und Performance erprobt dorisdean Verunsicherung und Achtsamkeit.

René Haustein und Mathias Spaan
KEiNSPiEL heißt der 2015 von den beiden Bottropern René Haustein und Mathias Spaan gegründete Verlag. Mit ihren ersten beiden Spielveröffentlichungen versprechen die beiden, dass Cards „noch einmaliger als das Leben“ sei und deshalb auch so lange dauern kann und dass bei fies das „Nicht-verlieren-wollen“ eine neue Dimension annehme. Die Konsequenz sei nämlich nicht eine verzogene Miene, sondern eine matschige Banane im Gesicht. René Haustein ist Künstler – was er allerdings nicht mehr sagen darf, da er das Wort „Kunst“ bei einer Auktion verkauft und für 16 Jahre aus seinem Wortschatz gestrichen hat. Mathias Spaan ist Schauspieler – zuletzt am Schauspiel Hannover – und studiert gegenwärtig Regie in Hamburg.

Wolfgang Hölker
Wolfgang Hölker, geboren 1948, übernahm 1977 den 1768 gegründeten Coppenrath Verlag in Münster. Die Kinderbücher der Serie Hase Felix sowie Prinzessin Lillifee sind die wohl bekanntesten Publikationen des für Kinderliteratur und Spiele renommierten Verlags. Hölker ist Freund der Kunst und Kultur, für die er sich in zahlreichen Projekten in Münster engagiert. Daneben unterstützt er gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen.

  

Die besten Gespräche finden immer in der Küche statt! 

Für Abendbrot ist gesorgt.

 

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Die Veranstaltungsreihe wurde initiiert von Mitgliedern des Westfälischen Kunstvereins.